1968 gründeten Charles Belpaume und Gilbert Anselme in Marseille das Textilunternehmen
IPEM - Innovation Pour Elegance Masculine. Das war die Geburtsstunde der Marke HOM. Der
Mann entdeckte den modischen Aspekt der Unterwäsche - und damit seinen Körper! Qualität,
Design und Schnittform waren plötzlich gefragt.
Der erste Herrenslip hatte keinen Eingriff. Heute klingt dies nicht aussergewöhnlich,
war aber damals eine Revolution.
In den 70er Jahren wurden erstmals elastische Gewebe eingesetzt. Doch erst 1973 gelang
HOM die optimale Materialkombination - Baumwolle, Polyamid und Elastan. Die damaligen
Produkte mit ihren hervorragenden Trageeigenschaften überzeugten schon damals die Herren.
Bestechend war übrigens schon 1970 der von HOM kreierte durchsichtige Minislip, nur mit
verstärktem Schamteil. Er schien alle Tabus zu sprengen und zeigte, dass die neue Moral es
ermöglichte, sich über das Unaussprechliche auszusprechen!
Jenseits der Body-Erotik waren die 80er Jahre aber hauptsächlich das Jahrzehnt der Boxershorts,
obwohl diese eigentlich bereits in den 20er Jahren aus Amerika nach Europa gekommen waren.
Auch hier war HOM wieder sehr innovativ und kreierte 1984 die Boxershorts mit Suspenser, einem
Innenslip, der unfreiwilliges Ausschwingen eindämmte.
Doch schon in den 90ern hatte der modebewusste Mann genug von Boxershorts und wollte nun zeigen,
was Sache ist: Bodyfashion statt Unterbekleidung. Echte Scharfmacher waren String-Slips, Tangas
und Minis. Neben dem klassischen Weiss bekennt der Bodykult auch Farbe: schwarz, rot und blau
sind keine Seltenheit mehr...
Die Frage, wie der Erfolg unter den Männerhosen weitergeht, beantworten die Designer von HOM
mit HO1, einer Linie mit horizontalem Eingriff. Und wiederum zeigt sich, dass geniale Ideen
meist genial einfach sind.